Bericht 2025 44Cup WC Scheveningen

BSST_Seasons25

Mentale Pause

Ein sehr intensives erstes Halbjahr mit einzelnen Erfolgen, zahlreichen Herausforderungen und vielen wertvollen Momenten fand mit der RC44 Weltmeisterschaft in Scheveningen einen verfrühten, aber bewusst gesetzten Schlusspunkt für unsere Saison 2025.

Die Entscheidung, mitten im Jahr einen Strich zu ziehen und den Rest des Black Star Sailing Eventkalenders nicht mehr zu bestreiten, war das Resultat eines längeren Reifungsprozesses: Eine grundlegende Auseinandersetzung mit den gesteckten Zielen, den erreichten Erfolgen, den eingeschlagenen Wegen, und letztlich auch dem intensiven Rennalltag mit allem Drum und Dran, führte zu neuen Erkenntnissen und letztlich zu dieser Zäsur. Und damit zu einer mentalen Pause, aus dieser wir nun gestärkt hervorgehen.

44Cup 2025 World Championship Scheveningen

27. – 31. August 2025, Scheveningen, Niederlande

Mit dem Saison-Mindestziel, uns bei jedem Wettkampf im Mittelfeld zu klassieren, reisten wir zur Weltmeisterschaft ins niederländische Scheveningen – mit dem klaren Anspruch, das starke Vorjahresresultat auf dem Urnersee zu wiederholen oder sogar zu übertreffen.

Der Auftakt glückte wunschgemäss mit einem Platz im Mittelfeld. Doch die folgenden Rennen verliefen leider wenig konstant – wir fanden uns zu häufig im hinteren Teil des Feldes wieder, was verständlicherweise etwas auf die Moral drückte.

Erneut standen wir vor wechselnden Resultaten, zwischen Tops und Flops, und der uns bestens bekannten Herausforderung, mit unnötigen Fehlern und Ungenauigkeiten umgehen zu müssen. Dies steigerte sich am letzten Tag zu einem Höhepunkt, als wir nach einem achten Rang plötzlich einen Laufsieg feiern konnten, nur um danach erneut als achte über die Ziellinie zu segeln.

Insgesamt schlossen wir die Weltmeisterschaft mit einem soliden sechsten Rang im angestrebten Mittelfeld ab.

In Rennsituationen entscheiden wenige Meter und Abläufe innert Sekunden ...
In Rennsituationen entscheiden wenige Meter und Abläufe innert Sekunden …
... über den weiteren Verlauf und über Sieg oder Niederlage eines Regatta-Laufs.
… über den weiteren Verlauf und über Sieg oder Niederlage eines Regatta-Laufs.

Finde mehr Fotos zur Regatta  in unserer RC44 Bildergalerie.

Nach dem Blick nach innen, der Blick nach vorne

Einige Wochen vor dem Event von Scheveningen war dem Team kommuniziert worden, dass die 44Cup Weltmeisterschaft der letzte Wettkampf des Black Star Sailing Teams im Jahr 2025 sein werde. Die Wochen und Monate darauf waren geprägt von vielen Gesprächen, Selbstanalysen und einem intensiven Austausch im Umfeld.

Schliesslich fassten wir den Entschluss, 2026 mit frischem Elan und vor allem mit viel Leidenschaft auf das Wasser zurückzukehren. Unsere Priorität liegt dabei klar auf der RC44 Yacht.

Das Team wurde inzwischen neu aufgestellt mit überwiegend sehr erfahrenen Seglerinnen und Seglern. Wir treten international auf, segeln jedoch weiterhin unter Schweizer Flagge.

Die Cape 31 kommt künftig vor allem als Trainingsboot zum Einsatz, um Erfahrungen zu sammeln und Synergien zu nutzen. Sie steht im kommenden Jahr als Ausbildungsplattform weniger im Fokus, was aber nicht bedeutet, dass wir unser Ziel aufgeben, jungen Seglerinnen und Seglern den Einstieg in die internationale Segelwelt zu ermöglichen. Wir gelangten viel mehr zur Einsicht, dass durch gezielteres Talent-Scouting und kluger Ressourcennutzung in Zukunft die Nachwuchsförderung noch besser gelingt, und damit eine Integration ins Team und andere nachhaltige Entwicklungsmöglichkeit greifbarer werden.

Zum Schluss unser Dank

Zum Ende dieser aussergewöhnlichen Saison möchten wir uns herzlich bedanken – bei allen, die Black Star Sailing begleiten, unterstützen und mittragen.

Unser besonderer Dank gilt unseren Sponsoren und Partnern: Für das Vertrauen, die Verlässlichkeit und die gemeinsame Vision. Ohne euch wäre dieser Weg nicht möglich. Eure Unterstützung ist ein zentraler Teil unseres Projekts.

Ebenso danken wir unseren Teammitgliedern an Bord und an Land. Euer Engagement, eure Leidenschaft und eure Professionalität sind das Fundament, auf dem wir aufbauen. Die vielen Stunden auf dem Wasser, in der Werft, auf der Strasse – sie bleiben nicht unbemerkt.

Ein grosses Merci geht auch an die Familien und Freundeskreise unserer Crew. Für das Verständnis, die Geduld und das Mittragen der vielen Entbehrungen, die ein ambitioniertes Regattaprojekt mit sich bringt.

Und natürlich danken wir euch, unserer Community: Fürs Mitfiebern, eure Nachrichten, die Unterstützung am Steg, auf dem Tracker oder via Social Media. Euer Interesse und euer Zuspruch motivieren uns – Tag für Tag.

Wir freuen uns auf alles, was kommt – und darauf, auch 2026 wieder mit euch gemeinsam unterwegs zu sein.